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Welche Fehler haben Handwerker-Webseiten
am häufigsten?

17 Fehler, die jeden Monat Kunden kosten können – obwohl die Webseite eigentlich „ganz gut aussieht“

Montagmorgen.

7:13 Uhr.

Der erste Mitarbeiter steht vor der Tür.

Auf der Baustelle fehlen noch zwei Teile.

Ein Kunde möchte wissen, wann endlich jemand kommt.

Das Telefon klingelt.

Der Steuerberater hat geschrieben.

Und irgendwo zwischen Kaffee, Transporter und Baustellenbesprechung existiert noch etwas, um das sich seit drei Jahren niemand mehr richtig gekümmert hat:

Die Firmenwebseite.

Aber die läuft ja.

Oder?

Der Chef öffnet sie kurz auf seinem Handy.

Logo da.

Bilder da.

Leistungen da.

Telefonnummer irgendwo auch.

„Sieht doch eigentlich ganz ordentlich aus.“

Handy wieder weg.

Problem erledigt.

Nur eine Frage bleibt:

Warum kommen über dieses Ding eigentlich kaum Kunden?

Willkommen bei einem der häufigsten Probleme deutscher Handwerker-Webseiten.

Die Webseite existiert.

Aber sie arbeitet nicht.

Und genau das ist ein gewaltiger Unterschied.


Eine Webseite kann schön sein – und trotzdem nutzlos

Stellen Sie sich einen neuen Firmenwagen vor.

Metallic-Lack.

Alufelgen.

Ledersitze.

Perfekt poliert.

Nur leider fehlt der Motor.

Würden Sie sagen:

„Aber er sieht doch gut aus“?

Wahrscheinlich nicht.

Bei Webseiten passiert genau das ständig.

Es wird über Farben diskutiert.

Über das Logo.

Über Bilder.

Über die Schriftart.

Und darüber, ob der Hintergrund lieber hellgrau oder anthrazit sein sollte.

Alles nicht unwichtig.

Aber die entscheidende Frage wird vergessen:

Bringt die Webseite neue Anfragen?

Denn Ihre Webseite ist kein Kunstwerk.

Sie ist auch keine digitale Visitenkarte, die irgendwo im Internet herumliegt.

Im besten Fall ist sie ein Verkäufer.

Ein Verkäufer, der 24 Stunden am Tag arbeitet.

Und wenn dieser Verkäufer seit Monaten keinen einzigen Kunden bringt, sollte man sich anschauen, woran es liegt.

Hier sind einige der häufigsten Fehler.


Fehler 1: „Herzlich willkommen auf unserer Webseite“

Es gibt Sätze, die niemandem wehtun.

Leider bewirken sie deshalb auch nichts.

„Herzlich willkommen auf unserer Webseite“ gehört dazu.

Der Besucher kommt nicht auf Ihre Seite, weil er begrüßt werden möchte.

Er hat ein Problem.

Vielleicht tropft sein Dach.

Vielleicht funktioniert die Heizung nicht.

Vielleicht möchte er sein Bad renovieren.

Vielleicht braucht er neue Fenster.

Und jetzt landet er auf Ihrer Webseite.

Was möchte er wissen?

Können Sie mir helfen?

Genau diese Frage sollte der obere Bereich Ihrer Webseite beantworten.

Nicht irgendwann.

Nicht nach drei Minuten Lesen.

Sondern möglichst sofort.


Fehler 2: Der Handwerker spricht über sich – der Kunde denkt aber an sich

„Wir sind ein traditionsreiches Familienunternehmen.“

„Seit 1987 stehen wir für Qualität.“

„Unser qualifiziertes Team...“

„Modernste Technik und höchste Kundenzufriedenheit...“

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Das Problem:

Der Kunde sitzt nicht vor dem Bildschirm und denkt:

„Hoffentlich finde ich heute noch ein traditionsreiches Unternehmen mit modernster Technik.“

Er denkt:

„Wer bekommt mein Badezimmer vernünftig hin?“

Oder:

„Wer repariert endlich dieses verdammte Dach?“

Der Kunde interessiert sich zuerst für sein Problem.

Danach für Sie.

Gute Webseiten drehen deshalb die Perspektive um.

Nicht:

Was wollen wir über uns erzählen?

Sondern:

Was möchte unser Kunde gerade wissen?

Dieser kleine Unterschied verändert erstaunlich viel.


Fehler 3: Die Telefonnummer spielt Verstecken

Manche Handwerker-Webseiten haben offenbar ein eingebautes Gewinnspiel:

Finden Sie unsere Telefonnummer!

Erster Preis:

Sie dürfen uns anrufen.

Die Telefonnummer steckt dann irgendwo unter „Kontakt“.

Oder ganz unten im Impressum.

Auf dem Smartphone darf der Besucher zusätzlich noch ein bisschen scrollen.

Warum?

Wenn Sie Kunden möchten, machen Sie es ihnen doch einfach.

Eine Telefonnummer sollte gut sichtbar sein.

Und auf dem Smartphone anklickbar.

Ein Interessent sollte nicht darüber nachdenken müssen, wie er Sie erreicht.


Fehler 4: Die Webseite sieht auf dem Handy aus wie 2009

Am Bürocomputer sieht alles wunderbar aus.

Dann öffnet jemand die Seite auf seinem Smartphone.

Und plötzlich beginnt das Abenteuer.

Schrift winzig.

Menü kaum bedienbar.

Bilder abgeschnitten.

Buttons zu klein.

Kontaktformular breiter als der Bildschirm.

Das Problem dabei:

Ein großer Teil Ihrer Kunden sucht heute unterwegs.

Auf dem Sofa.

In der Mittagspause.

Im Auto – hoffentlich als Beifahrer.

Eine Webseite, die mobil schlecht funktioniert, schickt potenzielle Kunden praktisch direkt zum Mitbewerber.


Fehler 5: Die Webseite braucht eine Kaffeepause, bevor sie lädt

Klick.

...

...

...

Bild erscheint.

...

Text kommt.

...

Noch ein Bild.

Der Besucher ist inzwischen weg.

Langsame Webseiten sind ein stiller Kundenkiller.

Niemand ruft an und sagt:

„Guten Tag, ich wollte eigentlich bei Ihnen anfragen, aber Ihre Webseite war mir drei Sekunden zu langsam.“

Er verschwindet einfach.

Und Sie erfahren nie, dass es diesen Interessenten überhaupt gab.

Das macht schlechte Webseiten so gefährlich.

Sie sehen die verlorenen Kunden nicht.


Fehler 6: Niemand weiß, warum er ausgerechnet Sie nehmen sollte

„Qualität.“

„Zuverlässigkeit.“

„Kompetenz.“

„Termintreue.“

Das klingt gut.

Das Problem ist nur:

Ihre Konkurrenz schreibt genau dasselbe.

Schauen Sie einmal bei fünf Handwerksbetrieben aus Ihrer Umgebung auf die Webseite.

Sie werden überrascht sein.

Alle sind zuverlässig.

Alle arbeiten hochwertig.

Alle haben Erfahrung.

Alle kümmern sich um ihre Kunden.

Also fragt sich der Interessent:

Warum soll ich gerade diesen Betrieb anrufen?

Darauf braucht Ihre Webseite eine Antwort.

Vielleicht sind Sie besonders schnell.

Vielleicht Spezialist für Altbausanierungen.

Vielleicht übernehmen Sie alles aus einer Hand.

Vielleicht beraten Sie außergewöhnlich ausführlich.

Vielleicht besitzen Sie besondere Maschinen oder Qualifikationen.

Vielleicht haben Sie 150 hervorragende Kundenbewertungen.

Zeigen Sie Ihren Unterschied.


Fehler 7: Keine echten Menschen

Hier ein Bild von einem glänzenden Schraubenschlüssel.

Dort ein perfekt lächelnder Mann mit Schutzhelm.

Daneben eine Frau mit Klemmbrett.

Stockfotos können hübsch aussehen.

Nur leider arbeitet keiner dieser Menschen in Ihrem Betrieb.

Kunden kaufen aber von Menschen.

Zeigen Sie deshalb:

Ihren Chef.

Ihre Mitarbeiter.

Ihre Werkstatt.

Ihre Fahrzeuge.

Ihre Baustellen.

Ihre Projekte.

Das muss nicht aussehen wie eine Hochglanzwerbung für einen Weltkonzern.

Im Gegenteil.

Echt schlägt perfekt.


Fehler 8: Keine Referenzen

Sie behaupten, gute Arbeit zu machen.

Prima.

Aber können Sie es zeigen?

Ein potenzieller Kunde glaubt nicht automatisch alles, was auf einer Webseite steht.

Deshalb sind Referenzen so wichtig.

Zeigen Sie beispielsweise:

Vorher → Nachher

Ein altes Bad.

Das fertige Bad.

Ein marodes Dach.

Das neue Dach.

Eine verwitterte Fassade.

Die renovierte Fassade.

Plötzlich muss der Kunde Ihnen nicht mehr glauben.

Er kann Ihre Arbeit sehen.


Fehler 9: Keine Bewertungen

Stellen Sie sich zwei Handwerker vor.

Handwerker A:

4 Bewertungen.

Handwerker B:

87 Bewertungen mit hervorragendem Durchschnitt.

Beide sind Ihnen unbekannt.

Wen würden Sie zuerst anschauen?

Genau.

Kundenbewertungen sind digitales Vertrauen.

Und Vertrauen entscheidet gerade bei größeren Aufträgen enorm viel.

Trotzdem bitten erstaunlich viele Betriebe zufriedene Kunden niemals aktiv um eine Bewertung.

Das ist verschenktes Potenzial.


Fehler 10: Google versteht nicht, was Sie eigentlich machen

Ihre Webseite sagt:

„Wir sind Ihr kompetenter Partner.“

Schön.

Aber Partner wofür?

Google braucht klare Signale.

Ein Dachdecker aus Freiburg sollte beispielsweise Begriffe verwenden, die seine Kunden tatsächlich suchen.

Etwa:

„Dachdecker Freiburg“

„Dachsanierung Freiburg“

„Dach neu eindecken“

„Flachdach sanieren“

Nicht künstlich hundertmal.

Sondern sinnvoll und natürlich.

Google kann nur empfehlen, was Google versteht.


Fehler 11: Google weiß nicht, wo Sie arbeiten

Ein Handwerksbetrieb arbeitet meistens regional.

Ihre Webseite sagt aber vielleicht lediglich:

„Wir sind für unsere Kunden da.“

Wo?

Hamburg?

München?

Schwarzwald?

Mond?

Nennen Sie Ihre Region und Ihre wichtigen Einsatzgebiete.

Wenn Sie beispielsweise im Ortenaukreis tätig sind, sollte Google das erkennen können.

Regionale Sichtbarkeit ist für Handwerker besonders wichtig.

Denn kaum jemand aus Köln sucht einen Malerbetrieb aus dem Schwarzwald.


Fehler 12: Das Kontaktformular verlangt gefühlt eine Steuererklärung

Name.

Vorname.

Straße.

Hausnummer.

PLZ.

Ort.

Telefon.

Mobiltelefon.

E-Mail.

Projektart.

Budget.

Wunschtermin.

Geburtsdatum fehlt eigentlich nur noch.

Warum so kompliziert?

Ein erster Kontakt sollte einfach sein.

Je größer die Hürde, desto mehr Menschen springen ab.

Fragen Sie zunächst nur das ab, was Sie wirklich benötigen.

Den Rest können Sie später klären.


Fehler 13: Der Besucher weiß nicht, was er jetzt machen soll

Er hat Ihre Webseite gelesen.

Er findet Sie sympathisch.

Die Referenzen gefallen ihm.

Und jetzt?

Nichts.

Kein auffälliger Button.

Keine Aufforderung.

Keine nächste Handlung.

Sagen Sie dem Besucher, was er tun kann:

„Jetzt unverbindlich anfragen“

„Kostenlose Erstberatung vereinbaren“

„Rückruf anfordern“

Menschen brauchen manchmal einen kleinen Schubs.


Fehler 14: Seit fünf Jahren wurde nichts mehr verändert

Die letzte Meldung:

„Wir wünschen unseren Kunden frohe Weihnachten 2021.“

Autsch.

Was denkt der Besucher?

Gibt es die Firma überhaupt noch?

Eine Webseite sollte leben.

Neue Projekte.

Neue Referenzen.

Neue Mitarbeiter.

Neue Bewertungen.

Neue Ratgeber.

Nicht täglich.

Aber regelmäßig.


Fehler 15: Es gibt keinen Ratgeber

Das ist einer meiner Lieblingsfehler.

Denn hier liegt enormes Potenzial.

Stellen Sie sich vor, Sie sind Heizungsbauer.

Ihre Kunden suchen bei Google:

„Welche Wärmepumpe für Altbau?“

„Was kostet eine neue Heizung?“

„Wärmepumpe oder Pelletheizung?“

„Wie hoch sind Heizkosten mit Wärmepumpe?“

Und Sie beantworten keine einzige dieser Fragen.

Wer beantwortet sie dann?

Ihre Konkurrenz.

Jede unbeantwortete Kundenfrage ist eine mögliche Eintrittstür, die Sie Google geschlossen lassen.

Ein guter Ratgeber kann aus einer kleinen Handwerker-Webseite mit der Zeit eine umfangreiche Informationsquelle machen.

Und genau das kann langfristig enorm wertvoll werden.


Fehler 16: Die Webseite möchte allen gefallen

Malerarbeiten.

Trockenbau.

Fassaden.

Boden.

Renovierung.

Industrie.

Privatkunden.

Gewerbekunden.

Neubau.

Altbau.

Alles.

Wenn Sie alles gleich stark hervorheben, versteht der Besucher möglicherweise überhaupt nicht mehr, worin Sie besonders gut sind.

Eine klare Positionierung macht Entscheidungen einfacher.

Manchmal gewinnt nicht der Betrieb, der am meisten anbietet.

Sondern derjenige, bei dem der Kunde sofort denkt:

„Genau dafür brauche ich den.“


Fehler 17: Niemand misst, ob die Webseite überhaupt funktioniert

Das ist vielleicht der größte Fehler.

Fragen Sie einen Unternehmer:

„Wie viele Besucher hatte Ihre Webseite letzten Monat?“

Antwort:

„Keine Ahnung.“

„Über welche Suchbegriffe kamen sie?“

„Keine Ahnung.“

„Welche Seite erzeugt die meisten Anfragen?“

„Keine Ahnung.“

„Wie viele Besucher werden zu Anfragen?“

„Keine Ahnung.“

Dann wird die Webseite praktisch im Blindflug betrieben.

Das wäre ungefähr so, als würden Sie bei Ihrem Betrieb weder Umsatz noch Kosten anschauen und am Jahresende hoffen, dass etwas übrig bleibt.

Eine Webseite sollte messbar sein.

Nur dann können Sie systematisch verbessern, was nicht funktioniert.


Das Gefährliche an einer schlechten Webseite

Eine schlechte Maschine hören Sie.

Sie rattert.

Sie quietscht.

Sie wird heiß.

Irgendwann bleibt sie stehen.

Eine schlechte Webseite macht nichts davon.

Sie steht einfach still im Internet.

Tag für Tag.

Monat für Monat.

Und verliert möglicherweise Kunden.

Ganz leise.

Genau deshalb bemerken viele Unternehmer das Problem jahrelang nicht.


Machen Sie den 60-Sekunden-Test

Nehmen Sie Ihr Smartphone.

Öffnen Sie Ihre eigene Webseite.

Und tun Sie für eine Minute so, als hätten Sie Ihre Firma noch nie gesehen.

Fragen Sie sich:

Was macht diese Firma?

Wo arbeitet sie?

Warum sollte ich ihr vertrauen?

Was unterscheidet sie von anderen?

Sehe ich echte Projekte?

Finde ich Bewertungen?

Kann ich sofort anrufen?

Weiß ich, was ich als Nächstes tun soll?

Wenn Sie mehrere Fragen nicht innerhalb weniger Sekunden beantworten können, haben Sie wahrscheinlich gerade einige Ihrer größten Verbesserungsmöglichkeiten gefunden.

Und genau darum geht es.

Nicht darum, eine Webseite komplett neu zu bauen, nur weil irgendwo ein Button fünf Pixel zu weit links steht.

Sondern darum, die Stellen zu finden, an denen echte Interessenten verloren gehen.


Eine Handwerker-Webseite sollte nicht nur schön aussehen

Sie sollte arbeiten.

Sie sollte bei Google gefunden werden.

Sie sollte Fragen beantworten.

Sie sollte Vertrauen aufbauen.

Sie sollte zeigen, warum Ihr Betrieb die richtige Wahl sein könnte.

Und am Ende sollte sie etwas ganz Banales tun:

Das Telefon zum Klingeln bringen.

Oder das Kontaktformular.

Denn Likes bezahlen keine Mitarbeiter.

Seitenaufrufe bezahlen keine Maschinen.

Und ein wunderschönes Webdesign bezahlt keine Rechnung.

Kunden tun das.


Und jetzt wird es interessant

Die 17 Fehler in diesem Artikel sind nur die Oberfläche.

Denn hinter fast jedem dieser Punkte steckt eine weitere wichtige Frage.

Zum Beispiel:

Warum findet mich Google nicht?

Wie komme ich bei Google weiter nach oben?

Wie bekomme ich mehr Kunden über Google?

Welche Inhalte sollte eine Handwerker-Webseite haben?

Wie viele Google-Bewertungen brauche ich wirklich?

Warum verlassen Besucher meine Webseite wieder?

Wie mache ich aus Webseitenbesuchern echte Anfragen?

Brauche ich überhaupt SEO – oder sollte ich lieber Google Ads schalten?

Genau diese Fragen beantworten wir nach und nach im Ratgeber von handwerker-kundengewinnung.de.

Ohne unnötiges Fachchinesisch.

Sondern so, dass Sie anschließend wissen:

Was läuft auf meiner Webseite schief – und was kann ich konkret verbessern?

Vielleicht entdecken Sie dabei einen Fehler, der Sie schon seit Jahren Kunden kostet.

Vielleicht sind es drei.

Oder sieben.

Und vielleicht stellen Sie irgendwann fest:

Meine Webseite war nie wirklich schlecht.

Sie hatte nur nie gelernt zu verkaufen.

Das lässt sich ändern.

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