Warum habe ich Besucher auf meiner Webseite –
aber trotzdem keine Anfragen?
Wenn Menschen kommen, schauen – und wieder verschwinden
Sie haben Besucher.
Endlich.
Google schickt Leute auf Ihre Webseite.
Vielleicht 200 im Monat.
Vielleicht 500.
Vielleicht sogar mehr.
Und trotzdem passiert etwas Merkwürdiges.
Das Telefon bleibt still.
Das Kontaktformular wird kaum benutzt.
Keine neuen Anfragen.
Keine neuen Aufträge.
Sie schauen in Ihre Statistik und denken:
„Da sind doch Leute. Warum meldet sich keiner?“
Gute Frage.
Denn Besucher allein bringen Ihnen genau genommen gar nichts.
Ein Schaufenster kann jeden Tag von 1.000 Menschen gesehen werden.
Wenn keiner reingeht, kaufen will oder nachfragt, ist es nur ein schönes Schaufenster.
Mit Webseiten ist es genauso.
Das Problem ist nicht immer der Traffic
Viele Unternehmer denken sofort:
„Ich brauche mehr Besucher.“
Vielleicht.
Aber vielleicht brauchen Sie gar nicht mehr Besucher.
Vielleicht brauchen Sie eine bessere Webseite.
Denn was bringt Ihnen:
1.000 Besucher,
wenn keiner anfragt?
Und was wäre Ihnen lieber?
1.000 Besucher mit 3 Anfragen?
Oder 300 Besucher mit 20 Anfragen?
Die Antwort ist klar.
Es geht nicht nur darum, Menschen auf Ihre Webseite zu bekommen.
Es geht darum, dass die richtigen Menschen bleiben, Vertrauen fassen und handeln.
Stellen Sie sich einen Laden vor
Ein potenzieller Kunde betritt Ihr Geschäft.
Er schaut sich um.
Niemand begrüßt ihn.
Keine Schilder.
Keine Preise.
Keine Erklärung.
Keine Mitarbeiter in Sicht.
Nach 20 Sekunden geht er wieder.
Würden Sie sagen:
„Super, wir hatten einen Besucher.“
Wahrscheinlich nicht.
Sie würden fragen:
„Warum ist er wieder gegangen?“
Genau diese Frage müssen Sie sich bei Ihrer Webseite stellen.
Grund 1: Die falschen Besucher kommen
Nicht jeder Besucher ist ein potenzieller Kunde.
Wenn jemand bei Google nach:
„Dach selber reparieren“
sucht und auf Ihrer Seite landet, möchte er vielleicht gar keinen Dachdecker beauftragen.
Er sucht eine Anleitung.
Oder jemand sucht:
„kostenlose Maler Vorlagen“
und landet zufällig auf Ihrer Webseite.
Auch kein idealer Kunde.
Deshalb ist es wichtig, für die richtigen Suchbegriffe gefunden zu werden.
Zum Beispiel:
„Dachdecker Offenburg“
„Malerbetrieb Haslach“
„Badsanierung Freiburg“
„Elektriker in meiner Nähe“
Das sind Suchanfragen mit deutlich höherer Kaufabsicht.
Grund 2: Der Besucher versteht die Seite nicht sofort
Ein Besucher klickt.
Und sieht:
großes Bild.
Logo.
Schicker Effekt.
Irgendeinen Satz.
Aber er versteht nicht:
Was machen Sie?
Wo arbeiten Sie?
Für wen?
Das ist gefährlich.
Denn im Internet hat niemand Geduld.
Menschen entscheiden schnell.
Sehr schnell.
Wenn der Besucher nach wenigen Sekunden nicht versteht, ob er hier richtig ist, geht er zurück zu Google.
Und klickt auf den nächsten Anbieter.
Grund 3: Die Webseite spricht zu viel über Sie
„Wir sind seit 1992...“
„Wir verfügen über...“
„Wir bieten...“
„Wir haben...“
„Wir sind stolz...“
Schön.
Aber der Kunde denkt:
„Was bringt mir das?“
Der Besucher kommt mit seinem Problem.
Nicht mit Ihrem Lebenslauf.
Er will wissen:
„Können Sie mein Bad sanieren?“
„Können Sie mein Dach reparieren?“
„Können Sie meine Fassade streichen?“
„Wann haben Sie Zeit?“
„Was kostet das ungefähr?“
Ihre Webseite sollte diese Fragen beantworten.
Grund 4: Es fehlt Vertrauen
Der Besucher kennt Sie nicht.
Vielleicht hat er noch nie von Ihrer Firma gehört.
Warum sollte er sofort anrufen?
Das Internet ist anonym.
Deshalb braucht eine gute Webseite Vertrauenssignale.
Zum Beispiel:
-
echte Fotos
-
Mitarbeiter
-
Projekte
-
Bewertungen
-
Referenzen
-
Zertifikate
-
Kundenstimmen
-
Ansprechpartner
Je mehr Unsicherheit Sie abbauen, desto eher entsteht eine Anfrage.
Grund 5: Sie zeigen keine Ergebnisse
Sie schreiben:
„Wir liefern hochwertige Arbeit.“
Okay.
Beweisen Sie es.
Ein Vorher-Nachher-Bild ist oft stärker als zehn Werbesätze.
Ein echtes Projekt mit kurzer Erklärung zeigt:
„Das können wir.“
Wenn Besucher sehen, dass Sie ähnliche Aufgaben bereits erfolgreich gelöst haben, steigt das Vertrauen.
Grund 6: Der Kontakt ist zu kompliziert
Der Kunde will anfragen.
Jetzt kommt der entscheidende Moment.
Kontaktformular.
17 Felder.
Pflichtangaben.
Datenschutz.
Terminwunsch.
Budget.
Projektbeschreibung.
Captcha.
Der Kunde denkt:
„Ach, das mache ich später.“
Später passiert meistens nichts.
Ein Kontakt sollte einfach sein.
Name.
Telefon.
E-Mail.
Kurze Nachricht.
Fertig.
Grund 7: Die Telefonnummer ist nicht sichtbar
Es gibt Webseiten, da muss man die Telefonnummer wirklich suchen.
Das ist ungefähr so sinnvoll, wie in einem Geschäft die Kasse zu verstecken.
Wenn jemand anrufen möchte, machen Sie es ihm leicht.
Telefonnummer sichtbar.
Am besten oben.
Auf Mobilgeräten anklickbar.
Kein Rätsel.
Grund 8: Die Seite lädt zu langsam
Der Besucher klickt.
Und wartet.
Noch ein bisschen.
Dann kommt das erste Bild.
Dann noch etwas.
Dann...
...ist er weg.
Niemand erzählt Ihnen:
„Ich wollte Sie eigentlich beauftragen, aber Ihre Webseite war mir zu langsam.“
Der potenzielle Kunde verschwindet einfach.
Das macht dieses Problem so heimtückisch.
Grund 9: Die Webseite wirkt alt
Letzter Beitrag: 2019
Teamfoto:
ein Mitarbeiter, der seit vier Jahren nicht mehr da ist.
Öffnungszeiten:
falsch.
Altes Logo.
Alte Telefonnummer.
Was denkt der Besucher?
„Gibt es die Firma überhaupt noch?“
Veraltete Webseiten erzeugen Unsicherheit.
Und Unsicherheit verhindert Anfragen.
Grund 10: Kein klarer nächster Schritt
Der Besucher liest.
Scrollt.
Schaut.
Und dann?
Nichts.
Keine Aufforderung.
Kein Button.
Keine nächste Aktion.
Eine gute Webseite sagt dem Besucher:
„Jetzt unverbindlich anfragen“
oder
„Rückruf vereinbaren“
oder
„Projekt besprechen“
Sie führt.
Grund 11: Sie sprechen nicht über Preise oder Kosten
Natürlich können Sie nicht jeden Auftrag pauschal bepreisen.
Aber Kunden möchten trotzdem Orientierung.
Wenn jede Frage zum Preis komplett ausgespart wird, entsteht Unsicherheit.
Schon Hinweise helfen:
„Die Kosten hängen von...“
„Typischerweise beginnt...“
„Entscheidend sind...“
Sie müssen nicht alles exakt verraten.
Aber Sie sollten die Frage nicht ignorieren.
Grund 12: Es fehlt die Region
Ein Besucher aus Offenburg möchte wissen, ob Sie überhaupt zu ihm kommen.
Wenn Ihre Webseite nur den Firmensitz nennt, ist das nicht immer klar.
Zeigen Sie Ihre Einsatzgebiete.
Orte.
Regionen.
Umkreis.
Das verbessert nicht nur die Nutzerfreundlichkeit.
Es hilft oft auch bei Google.
Grund 13: Die Webseite wirkt wie Werbung
Menschen merken schnell, wenn eine Seite nur verkaufen möchte.
Alles ist:
super.
perfekt.
einzigartig.
erstklassig.
führend.
Dann passiert etwas:
Der Besucher glaubt irgendwann gar nichts mehr.
Besser:
Ehrlich.
Konkret.
Greifbar.
Zeigen Sie Vorteile, aber bleiben Sie glaubwürdig.
Grund 14: Der Besucher bekommt keine Antworten
Viele Interessenten haben vor dem ersten Kontakt Fragen.
Was kostet das?
Wie läuft es ab?
Wie lange dauert es?
Welche Lösung ist besser?
Was muss vorbereitet werden?
Je mehr Sie davon beantworten, desto kleiner wird die Hürde zur Kontaktaufnahme.
Grund 15: Die Webseite passt nicht zur Suchanfrage
Jemand sucht:
„Badsanierung komplett Offenburg“
und landet auf einer allgemeinen Startseite.
Dort steht:
„Willkommen bei Müller Haustechnik.“
Das ist verschenktes Potenzial.
Viel besser wäre eine Seite, die genau dieses Thema behandelt:
„Komplette Badsanierung in Offenburg – Planung, Umsetzung und alles aus einer Hand“
Je besser Suchanfrage und Zielseite zusammenpassen, desto größer die Chance auf eine Anfrage.
Besucher sind nur der Anfang
Das ist wichtig.
Viele Unternehmer feiern steigende Besucherzahlen.
Aber Besucher sind kein Umsatz.
Sie sind nur eine Chance.
Aus dieser Chance muss etwas entstehen:
Besucher.
↓
Interesse.
↓
Vertrauen.
↓
Kontakt.
↓
Angebot.
↓
Auftrag.
Wenn ein Schritt nicht funktioniert, verliert das ganze System Wirkung.
So finden Sie heraus, wo es klemmt
Stellen Sie sich fünf Fragen:
1. Kommen die richtigen Besucher?
2. Verstehen sie sofort, was ich anbiete?
3. Vertrauen sie mir?
4. Finden sie schnell eine Kontaktmöglichkeit?
5. Wissen sie, was sie als Nächstes tun sollen?
Wenn Sie bei einer Frage zögern, haben Sie wahrscheinlich gerade einen Ansatzpunkt gefunden.
Ein kleiner Test
Nehmen Sie Ihr Handy.
Öffnen Sie Ihre Webseite.
Tun Sie so, als wären Sie ein Kunde.
Dann stoppen Sie die Zeit.
Nach zehn Sekunden:
Wissen Sie, was die Firma anbietet?
Wissen Sie, wo sie arbeitet?
Wissen Sie, warum Sie ihr vertrauen sollten?
Sehen Sie eine Telefonnummer?
Sehen Sie einen nächsten Schritt?
Wenn nicht, wird es interessant.
Denn vielleicht haben Sie gar kein Besucherproblem.
Vielleicht haben Sie ein 10-Sekunden-Problem.
Und genau darum geht es im nächsten Artikel:
Die ersten 10 Sekunden entscheiden: Was muss ein Kunde sofort auf Ihrer Webseite sehen?